Hier wächst Wissen!

Adelheid Windmöller-Stiftung prämiert die besten MINT-Projekte

Raus aus dem Klassenzimmer und rein in die Natur, nicht nur aus Büchern lernen, sondern sich Wissen selbst erarbeiten durch Beobachten, Forschen und Ausprobieren – so macht Lernen Spaß! Beim Wettbewerb um den Schülerpreis der Adelheid Windmöller-Stiftung präsentierten in den Räumen der W&H Academy diesmal acht Schülerteams ihre kreativen Projektideen. Über das Preisgeld von jeweils 2.500 Euro können sich die Teams von der Harkenberg Gesamtschule Hörstel, der Maximilian-Kolbe-Gesamtschule Saerbeck und der Oberschule Hagen a.T.W. freuen.

Vor rund 100 Gästen und einer fünfköpfigen Jury waren Teams von insgesamt acht Schulen am Start, das größte Teilnehmerfeld, seitdem der Schülerpreis für ausgezeichnete MINT-Projekte ausgetragen wird. Angemeldet waren sogar neun Schulen, aber ein Team musste krankheitsbedingt kurzfristig absagen.

In ihrer Begrüßung unterstrich Elisabeth Braumann, Geschäftsführender Vorstand der Stiftung, die besondere Bedeutung des Wettbwerbs. „Mit diesem jährlich stattfindenden Wettbewerb für weiterführende Schulen in der Region möchten wir junge Talente fördern, innovative Ideen sichtbar machen und Begeisterung für MINT-Fächer wecken.“ In einer zunehmend digitalisierten Welt sind Kenntnisse in Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik (MINT) unerlässlich, fördern sie doch kritisches und analytisches Denken und die Fähigkeit, Probleme zu lösen. Zudem ist MINT-Bildung wichtig, um globale Herausforderungen wie den Klimawandel, Gesundheitsfragen und technische Entwicklungen zu bewältigen. Ein Blick auf die Liste der Projektideen, die in Kurzvorträgen vorgestellt wurden, zeigt, dass sich die Schülerinnen und Schüler dieser globalen Herausforderungen bewusst sind und mit Ideenreichtum, Kreativität und Optimismus nach Lösungen suchen.

So macht Lernen Spaß

Beobachten, forschen, ausprobieren, neugierig sein, gemeinsam Erfahrungen sammeln – so macht Lernen Spaß und so entstehen tolle Ideen, wie z.B. die Untersuchung der Artenvielfalt in Lengerichs Kirchtürmen, der Aufbau eines kleinen Planetariums mit Allsky-Kameras, 3D-Druck durch Recycling nachhaltiger machen bis hin zur Vision von einer smarten, nachhaltigen und klimafitten Schule oder auch Lernen unter freiem Himmel.

Die Jury, Petra Mädel von der IHK Nord Westfalen, Christian Holterhues von der Wirtschaftsförderungs- und -entwicklungsgesellschaft Kreis Steinfurt (WeST), Benjamin Kinski, Ausbilder bei der W&H Academy, sowie Elisabeth Braumann und Florian Günther vom Stiftungsvorstand, hatten keine leichte Aufgabe. Bewertet wurden die Projektideen mit einem Punktesystem nach den Kriterien Anspruch, MINT-Bezug, Aufwand, Nachhaltigkeit, Originalität und Präsentation.

Nach Auswertung der Punkte standen dann die drei Preisträger 2025/26 fest:

  • Das Schülerteam aus dem Profilkurs Naturwissenschaften (Klasse 6) und der Zukunftswerkstatt (Klasse 7) der Harkenberg Gesamtschule Hörstel präsentierte sein Projekt „Hier wächst Wissen! Die Streuobstwiese als interaktiver Lernort“. Die Umwelt schützen und etwas zum Entdecken schaffen – dieses Ziel verfolgen die Schülerinnen und Schüler mit der Anlage einer Streuobstwiese. Sie ist viel mehr als ein Obstgarten, sondern ein wichtiger Lebensraum für viele Tiere und Pflanzen, wo man viel lernen kann. Dank QR-Codes u.a. an einzelnen Obstbäumen wird die Streuobstwiese zu einem interaktiven Lernort, der viele Informationen z.B. zur Dülmener Rose bereitstellt, eine der ältesten Apfelsorten in Westfalen.
  • Schülerinnen und Schüler der Klassen 6 bis 9 aus dem MINT-Modell-Labor und der Jugend forscht-AG der Maximilian-Kolbe-Gesamtschule aus Saerbeck überzeugten die Jury mit ihrer Idee „Scrum-Space – Innovationslabor Schule“. Ziel ist die Etablierung eines dauerhaften schulischen Begabungsförderungsformats, das sich an der agilen Projektmanagement-Methode Scrum orientiert. Schülerinnen und Schüler arbeiten in jahrgangsübergreifenden Teams an interdisziplinären Innovationsprojekten, die reale Fragestellungen aus Naturwissenschaften, Technik, Umwelt, Gesellschaft, Wirtschaft und Kultur aufgreifen. Der Scrum-Space wird als Innovation Lab gestaltet – mit flexiblen Arbeitszonen, Präsentationsflächen und digitalen Tools, z.B. 3D-Drucker, Drohnen und VR-Brillen.
  • Mit einem Solartracker, der Solarzellen automatisch zur Sonne ausrichtet, möchte das Schülerteam des Jahrgangs 9 der Oberschule Hagen a.T.W. die Effizienz von Solarmodulen steigern. Mit Hilfe von Helligkeitssensoren wird die Sonne getrackt, Servomotoren richten die Solarzelle automatisch aus. Auf Basis eines Microcontrollers Arduino UNO R3 werden die Daten gesammelt und ausgewertet, um die Auswirkungen von Neigung und Richtung auf die Energieproduktion zu messen und eine bestmögliche Energieerzeugung zu erzielen. Mögliche Einsatzgebiete sind z.B. Straßenlaternen, Ladestationen für E-Bikes und E-Scooter oder für Laptop und Smartphone in der Schule.

Neben den drei Preisträgern nahmen Teams der Gesamtschule Lengerich-Tecklenburg, des Goethe-Gymnasiums Ibbenbüren, des Gymnasiums Augustinianum Greven, des Hannah-Arendt-Gymnasiums Lengerich und der Schule am Roten Berg Hasbergen am Wettbewerb teil. Sie wurden mit einer Anerkennungsprämie in Höhe von jeweils 1.000 Euro ausgezeichnet. „Hiermit möchten wir das Engagement der Schülerinnen und Schüler würdigen, die sich ja genauso auf die Präsentation vorbereitet haben, und sie ermutigen, sich auch im nächsten Jahr wieder mit einer Idee zu bewerben“, erklärt Elisabeth Braumann. „Mit diesen 1.000 Euro lässt sich sicher schon ein Teil der Projektidee umsetzen.“
Der Schülerpreis der Adelheid Windmöller-Stiftung für ausgezeichnete MINT-Projekte wurde 2016 erstmals durchgeführt und richtet sich an weiterführende Schulen in Lengerich und der näheren Umgebung. Er ist seinerzeit ausgeschrieben worden, um Initiativen und Ideen an Schulen zu unterstützen und mit dem Preisgeld Anschaffungen zu finanzieren, die aus dem regulären Schuletat nicht zu bezahlen sind. Dies sollte aber nicht auf der Basis einer reinen Spende geschehen, sondern nach dem Prinzip „Fordern und Fördern“, d.h. zunächst sind die Schulen gefordert.

Über die Adelheid Windmöller-Stiftung

Die Adelheid Windmöller- Stiftung wurde im April 2015 von Adelheid Windmöller, ehemalige Geschäftsführende Gesellschafterin des Familienunternehmens Windmöller & Hölscher, in Lengerich gegründet. Der Zweck der Stiftung ist die Förderung der Bildung, u.a. der Aus- und Weiterbildung von Schülern, aber auch Auszubildenden und Studenten, und kann z.B. durch die Förderung von Bildungseinrichtungen und die Vergabe von Preisen verwirklicht werden. Weitere Informationen über die Arbeit der Stiftung finden Sie unter: www.adelheid-windmoeller-stiftung.de

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